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Schloss Aichberg Privates Anwesen

Geschichte, Mystik, Kunst - hautnah erleben

8234 Eichberg 1

Kunst genießen und entspannt verweilen

Das bald 1000 Jahre alte Schloss Aichberg ist ein wunderbares und mystisches Anwesen. Es steht auf einem Hügel bei der Ortschaft Eichberg zwischen Vorau und dem Fluss Lafnitz.  Hier lässt es sich entspannt zurücklehnen, in tausenden Büchern versinken, mit dem Hausherren über das Mittelalter diskutieren und Bilder und Skulpturen von zeitgenössischen Künstlern bestaunen.

Sie können in 2 gemütlichen Appartements, die je eine Größe von über 60 m2 haben, wohnen. In den Räumen finden Sie einen interessanten Mix von antiken und zeitgenössischen Möbel. Jede Ecke des Hauses erzählt die lange Geschichte des Anwesens.

  • Einzelbelegung EUR 85,-

  • Doppelbelegung EUR 145,-

  • 3 Belegungen EUR 195,-

  • 2 Erwachsene und 2 Kinder – Preis auf Anfrage

inklusive köstlichem Wiener Frühstück

zuzüglich der Ortstaxe

Entfernungen:

  • Einkaufsmöglichkeiten: 2,4 km, Rohrbach an der Lafnitz

  • Restaurant: 350 m, Gasthof Eichbergerhof

  • Bus: 100 m, Eichberg

  • Bahnhof: 2,4 km, Rohrbach an der Lafnitz

  • Flughafen: 73 km, Graz

 

Features

Im Zimmer/Appartement stehen zur Verfügung

  • WLAN im ganzen Haus
  • Minibar
  • Bettwäsche
  • Extrakissen und Decken auf Wunsch
  • Heizung
  • antik eingerichtet
  • Fernblick
  • Zimmergröße über 20m2
  • Zimmerreinigung täglich
  • Zimmerreinigung auf Wunsch
  • Endreinigung
  • Kinderzusatzbett möglich
  • Schreibtisch
  • Tageszeitungen am Zimmer

Badezimmer

  • Dusche
  • Handtücher
  • Föhn

Kulinarisches

  • Frühstück
  • Regionale Produkte

Garten

  • Liegewiese
  • Liegestühle

Kinder

  • Kinderspielplatz

Küche

  • Kaffeemaschine
  • Wasserkocher
  • Kühlschrank

Extras

  • Nichtraucher
  • Keine Haustiere
  • Schlossführungen

Aktivitäten

  • Mountainbike/Radsport
  • See
  • Wandern
  • Kultur
  • Reitsport
  • Golfplatz
  • Tennisplatz
  • Tischtennis
  • Langlaufen

Zahlungsmöglichkeiten

  • Überweisung/E-Banking
  • Barzahlung

Geschichte des Hauses und der Bewohner:

1000jährige Geschichte


Schloss Aichberg und die Ansiedelung Eichberg liegen zwischen Vorau und dem Fluss Lafnitz. Die Lafnitz bildet im Osten eine jahrhundertalte Reichs- und Staatsgrenze, die schon Pannonien von Noricum trennte und die noch heute gegenwärtig zu sein scheint.

Die Geschichte des Gebietes beginnt nicht erst im Zuge der Landnahme und Rodungstätigkeit durch bayrische und fränkische Kolonisten am Ende des 12. Jahrhunderts. Hier im Grenzbereich siedelten bereits in früherer Zeit Kelten, Römer, Slawen und Awaren.

Nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit Ungarn wurde um 1043 die Grenze zwischen dem Hl. Römischen Reich und Ungarn an der Lafnitz festgelegt. In diesem durch die Grenzsituation siedlungsarmen Gebiet wird zu Ende des 12. Jahrhunderts mit der Errichtung eines Burgengürtels gegen kriegerische Einfälle aus dem Osten begonnen. Ein landesfürstlicher Gefolgsmann übernimmt die bereits bestehende Siedlung und baut diese aus. 1250 wird erstmals ein Aichberger urkundlich erwähnt: Konrad von Aichberg, der vermutlich auch Kleinschlag gegründet hat, das nach ihm benannt ist.

Die ritterliche Familie der Aichberger ist bis in das späte 14. Jahrhundert hier ansässig, unter Wulfing von Aichberg wird 1378 die Schlosskapelle aus Stein erbaut, die heutige Pfarrkirche. Anfang des 15. Jahrhunderts kommt Aichberg von der Tochter des letzten Aichberger in den Besitz der Welzer, die es 1412 an Seyfried Steinpeiß verkaufen. Im Jahr darauf kauft Steinpeiß auch noch die Zehente in Pinka, Friedberg, Dechantskirchen, Stegersbach, Kleinschlag, Limbach, Rohrbach und zwischen Lafnitz und Lungitz.

Für die nächsten 350 Jahre (bis 1772) sollte Aichberg Stammsitz der Ritterlichen (seit 1672 Gräflichen) Familie der Steinpeiss sein. Diese Zeit ist geprägt durch:

Teilnahme am Adelsaufstand 1469/70 an der Seite Andreas Baumkirchners Reformation und Gegenreformation: Bereits anlässlich der Visitation von 1528 wurde festgestellt, das Maximilian Steinpeiß von Aichberg zu denjenigen gehört, die der neuen Lehre Martin Luthers anhängen. Seine Sohn Christoph wurde 1603 – also nach dem Sieg der Gegenreformation – bestraft, da er sein Kind außerhalb des Landes protestantisch taufen ließ.

Nach dem Tod des letzten Steinpeiß 1772, Karl Joseph Graf von Steinpeiß, geht die Herrschaft per Testament an dessen Vetter, Maximilian Freiherrn von Waidmannsdorf.

Was folgt, ist ein rascher Besitzerwechsel und der Niedergang des Schlosses und der Herrschaft. Zuerst verkauft Maximilian Freiherr von Waidmannsdorf 1779 an den Gewerken Johann Edmund Edlen von Erko. Dieser wohnte nicht mehr in Aichberg.

Dessen Nachkommen verpachten 1806 die total verschuldete Herrschaft und müssen sie 1817 schließlich in einer Lotterie mit dem Loseinsatz von 15 Gulden (heute rund € 21,-) ausspielen. Der Prager Papierhändler Donat Hartmann gewinnt und verkauft die Herrschaft gleich an den Rittmeister Ludwig Graf von Schönfeld um 200.000 Gulden (bei einem Schätzwert von 368.328 Gulden) weiter. Dieser Graf von Schönfeld erwirbt auch noch die Herrschaft Reitenau dazu, stirbt jedoch bald darauf bei einem Reitunfall 1828.

Drei Jahre danach wird die verschuldete Herrschaft von Staatrat Heinrich von Müller-Hörnstein, ein reich gewordener Armeelieferant ersteigert. Nach seinem Tod verkaufen die Erben 1843 an Marianne Freiin von Eskeles, Tochter des Bankiers Eskeles und spätere Frau des Franz Graf von Wimpfen. Damit kam die Herrschaft für 100 Jahre in den Besitz der Grafen von Wimpfen.

100 Jahre im Besitz der Grafen Wimpffen


Unter den Wimpffen kam es 1844 zum Umbau der 1742 geweihten Lorettokapelle zu einer Gruftkapelle in neugotischen Stil. 1906 wurde der Besitz wegen Verschuldung an den griechischen Fürsten Ypsilanti verkauft. 1911 kam es zum Bau eines Schulgebäudes in Eichberg, wofür Fürst Ypsilanti ein Grundstück spendete. Bereits 1882 war durch Umbau des Wirtschaftsgebäudes aus der einklassigen Schule eine zweiklassige geworden.

Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte wurde Schloss Aichberg neunmal um- oder aufgebaut. Der heutige Bauzustand stammt aus dem Jahr 1669 von einem Baumeister der Schule Carlone. Im Ersten Weltkrieg wurden im Schloss galizische Flüchtlinge untergebracht, die das Holz des Dachstuhls als Brennholz nutzten. Im Zweiten Weltkrieg war es Quartier der deutschen Wehrmacht. Seit 1986 ist das Schloss in Privatbesitz, wurde renoviert und beherbergt heute ein Museum. Im Schloss-Museum stellen heimische Künstler ihre Werke aus.

 

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